Das 1808 gegründete Gewandhaus-Quartett spielte gleich ein Jahr später die erste regelmäßig stattfindende Kammermusik-Reihe im Gewandhaus mit 12 Konzerten. Der Rezensent der Allgemeinen musikalischen Zeitung war höchst begeistert von dieser Idee, das Streichquartett „zur Freude aller gebildeten Freunde der Tonkunst“ aus den privaten Salons endlich ins Rampenlicht des öffentlichen Konzertpodiums zu bringen, um für die Musik der „vortrefflichen Quartettgesellschaft“ (gemeint war das Gewandhaus-Quartett) endlich eine größere Zuhörerschar von Quartettliebhabern zu erreichen. Es sei »eine Anstalt, die vielleicht die erste in dieser Art in ganz Deutschland war und auch bis jetzt nur in wenig Städten eingeführt ist«, so Zeitgenosse Carl Ferdinand Becker im Jahr 1835 über das erfolgreiche Projekt.
Seither war das Gewandhaus-Quartett maßgeblich für die Gestaltung der Kammermusikreihe im Gewandhausspielplan verantwortlich, die das Ensemble später mit Gastsolisten und Gastensembles erweiterte.
Foto: Die aktuelle Bestzung des Gewandhaus-Quartetts
(c) Konrad Stöhr, Quelle: Gewandhaus zu Leipzig


