Alfred Szendrei ist eine der vergessenen Persönlichkeiten des Leipziger Musiklebens vor dem Zweiten Weltkrieg: Von 1918 bis 1924 wirkte er als 1. Kapellmeister am Leipziger Opernhaus, wo seine Oper »Der türkisenblaue Garten« erfolgreich zur Uraufführung gelangte. Anschließend war er als Gründungsdirigent des Leipziger Rundfunk-Sinfonieorchesters und -Chores ein visionärer Pionier des neuen Mediums Rundfunk. Szendrei wurde 1931 als ungarisch-stämmiger Jude aus dem Amt gedrängt und emigrierte schließlich in die USA. Das Konzert erinnert an diesen Ausnahmemusiker, der vor 50 Jahren – am 3. März 1976 – in Los Angeles verstarb.
Am 1. März erinnert das Gewandhaus in einem Konzert gemeinsam mit dem Gewandhausorchester, der Oper und dem MDR an den Musiker.
Foto Archiv MDR-Sinfonieorchesters


