Die Leipziger Notenspur erinnert mit dem Schneeblumen-Gedenkweg anlässlich des Sächsischen Jahres der jüdischen Kultur (Tacheles) an die Vertreibung von 3000 Frauen, die zu Fuß von Markkleeberg nach Theresienstadt getrieben wurden. Viele von ihnen überlebten diese Tortur nicht.
Im eisigen Regen wurden sie in der Nacht des 13. April 1945 vom KZ Buchenwald-Außenlager Markkleeberg ausgehend durch die verdunkelten Randbezirke Leipzigs getrieben: 1550 Zwangsarbeiterinnen – 1300 jüdische Ungarinnen und 250 französische politische Gefangene. Viele von ihnen überlebten den Marsch, der sie über Borsdorf, Bennewitz, Wurzen, Oschatz, Lommatzsch, Meißen, Radeburg, Dresden, Teplitz nach Theresienstadt führen sollte, nicht. Für die meisten von ihnen war es aber ein entbehrungsreicher Weg in ein neues Leben.
Foto Quelle: Leipziger Zeitung (c) Tom Thiele


